Einsatz von Pflanzenkohlen

Pflanzenkohle ist ein echtes Multitalent: Egal, ob im Garten, im Gartenbau, in der Landwirtschaft, in der Tierhaltung, im Weinbau oder bei der Biogasproduktion, der Einsatz von Pflanzenkohle bietet langfristige Vorteile für Boden, Umwelt und auch das Klima.

Verbesserung der Bodenqualität

Pflanzenkohle ist kein Nährstoff, sondern aufgrund seiner großen Oberfläche ein optimaler Lebensraum für erwünschte, aerobe Mikroorganismen. Die Kohle muss sich allerdings immer zuerst mit Nährstoffen und Mikrobiologie „aufladen“, sonst kann sie direkt in den Boden eingebracht sogar eine negative Wirkung haben. Erst wenn die Kohle gesättigt und damit "aktiviert" ist, hat sie folgende positive Wirkung: Verbesserung der Bodenstruktur („Terra-Preta-Effekt“)

  • Gesteigerte Wasseraufnahme- und erhöhtes Wasserspeicherungsvermögen
  • Wachstum der Pflanzen wird gefördert
  • Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge steigt
  • Stabile Erträge auch bei ungünstiger Witterung

Kompostzusatz

Durch Pflanzenkohle können die Nährstoffverluste während der Kompostierung deutlich reduziert werden. Auch der Geruch, der während der Kompostierung entsteht, wird durch Zugabe von Pflanzenkohle verringert bzw. vollständig gebunden.

Einstreuzusatz in der Massentierhaltung

Auch in der Massentierhaltung wie der Hähnchenmast wirkt sich der Zusatz von Pflanzenkohle positiv aus. Neben der Geruchsminderung sorgt die Zugabe von Pflanzenkohle auch dafür, dass der Einstreu länger trocken und scharrfähig bleibt. Das verbessert vor allem die Fußsohlenbeschaffenheit der Tiere und beugt beispielsweise Fußballenentzündungen vor.

Futter(ergänzungs)mittel

Die Wirkung von Pflanzenkohle als Futterergänzungsmittel wird mittlerweile von immer mehr Landwirten und Tierhalten geschätzt. Durchfallerkrankungen werden seltener, die Futteraufnahme verbessert sich, die Tiere leiden weniger unter Allergien und werden ruhiger.

Gülle-Aufbereitung

Durch die Beigabe von Pflanzenkohle zu Gülle wird diese innerhalb kurzer Zeit vollkommen geruchsfrei. Der enthaltene Stickstoff wird durch die Pflanzenkohle gebunden und geht auch nach der Ausbringung der so aufbereiteten Gülle nicht mehr verloren. Zudem fördert die zusätzliche Belüftung der Gülle durch die Pflanzenkohle den Wachstum erwünschter aerobe Mikrobiologie.

Stallmist-Aufbereitung

Der Effekt der Geruchs- und Nährstoffbindung kann hervorragend in der Stallwirtschaft genutzt werden. Nicht nur der Stickstoff wird effektiv gebunden, auch das Stallklimas signifikant verbessert. Zudem wird durch den Einsatz der Pflanzenkohle die Verrottung des Mistes gefördert.

Steigerung der Biogasproduktion

Mit Pflanzenkohle lässt sich die Biogasproduktion nachweislich um bis zu 20% steigern. Zudem stabilisiert die Zugabe von Pflanzenkohle den Vergärungsprozess und verbessert die Gärrest-Qualität nachhaltig.

Mehr Infos über die vielfältigen Anwendungsfelder für Pflanzenkohle (als Baustoff, Filtermedium etc.) finden Sie beispielsweise auch unter www.ithaka-journal.net