Jürg Reicherter sieht schwarz, wenn er seine Kühe füttert. Im wörtlichen Sinne: Der Landwirt aus Frümsen SG verwendet Pflanzenkohle für die Einstreu und als Futterzusatz. Und auf seinen Wiesen wirkt Pflanzenkohle als «Bodenverbesserer».
Die Milchkühe von Jürg Reicherter wurden wegen Mykotoxinen in der zugekauften Mais-Silage krank, bei den Kälbern kam es zu Durchfall und sogar zu Abgängen. Der Landwirt aus Frümsen SG war 2011 schier am Verzweifeln – bis er die Pflanzenkohle entdeckte.

Um die Mykotoxine zu binden und die Verdauung der Tiere wieder zu stabilisieren, gab Jürg Reicherter über den Mischwagen Pflanzenkohle ins Futter. Das half. Heute bietet Reicherter den Mutterkuh-Kälbern die Kohle sogar zur freien Aufnahme in der Trogschale an.

Der Erfolg bei der Behandlung der Tiere machte Jürg Reicherter hellhörig für weitere Eigenschaften, die der Pflanzenkohle zugeschrieben werden. Er fing an, Kohle in zerkleinerter Form auf die betonierte Lauffläche zu streuen: «Das bremst die Tiere richtig.» Die Kohlenstückchen wirken als Bremsklötze und sie saugen zum Teil Gülle auf.

Ein Aufrauen des Betons wäre den Landwirt teurer gekommen. Zudem hat die Kohle in der Gülle einen Nebeneffekt: «Die Gülle wird flüssiger und die Kanäle laufen besser ab», erklärt Reicherter. Selbst beim Zerstören der Schwimmdecke in der Güllen-Grube habe die Kohle geholfen.

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Ein Bauer sieht schwarz