Fachtagung Pflanzenkohle 2019: „Auf dem Weg in die landwirtschaftliche Praxis“

Ausgehend von der viel beachteten Terra Preta und anderen Quellen traditionellen Wissens wurden bereits zahlreiche Ideen entwickelt und getestet, wie Pflanzenkohle unsere Böden besser und unsere Landwirtschaft klimafreundlicher machen kann. Zwar gibt es noch teils erheblichen Forschungsbedarf, doch der Weg in die landwirtschaftliche Praxis ist für einige Anwendungen bereits geebnet.

Mit unserer Fachtagung wollen wir diese Anwendungsmöglichkeiten durchleuchten und uns zu folgenden Themen austauschen:

1)  Gute Praxis der Pflanzenkohle-Anwendung

2)  Recht und Politik: die Rahmenbedingungen für eine breite Anwendung von Pflanzenkohle

3)  Klimaschutz und Ökobilanz: den Beitrag von Pflanzenkohle richtig messen und kommunizieren

CALL FOR ABSTRACTS

Neben Keynote-Vorträgen von verschiedenen Experten und Expertinnen freuen wir uns über weitere Beiträge aus der Praxis und der Wissenschaft.

Sie möchten Ihr Wissen zum Thema mit uns teilen? Dann freuen wir uns über Ihren Abstract/Ihre Zusammenfassung. Hier ist unser „Gut zu wissen“ dazu:

·      Bis wann? Bis spätestens 31. Juli 2019

·      Wie und wohin? per Mail an fachtagung@fvpk.de

·      Gibt es eine Vorlage? ja. Hier geht’s zum Download.

·      Was gibt es zu Form zu beachten?  Ca. 2.500-3.500 Zeichen in Deutscher Sprache

·      Sonst noch was? Ja, bitte noch mitteilen ob Vortrag (30 min bzw. 20 min inkl. Diskussion) oder eine Poster-Präsentation bevorzugt wird. Danke.

Aus den eingehenden Vorschlägen erstellt das Organisationskomitee das Programm der Fachtagung. Ab September können wir mitteilen, ob der eingereichte Abstract berücksichtigt werden konnte.

Die Fachtagung 2019 wird ausschließlich auf Deutsch durchgeführt. Die Fachtagung 2020 wird erneut mit internationaler Ausrichtung (voraussichtlich auf Deutsch/Englisch) statt finden.

Pressemitteilung – Garten-Tipp: Schwarze Pflanzenkohle für grüne Gärten

Klein, schwarz und unscheinbar – so sieht Pflanzenkohle auf den ersten Blick aus. Aber in ihrem Inneren sorgen eine gewaltige Oberfläche und die poröse Struktur dafür, dass sie ein wirkungsvoller Hilfsstoff ist, um Böden nachhaltig zu verbessern.

„Gärtner, die mit Pflanzenkohle arbeiten, sind begeistert von dem vielseitigen Nutzen, den sie in der Praxis erleben,“ berichtet Dr. Susanne Veser, Vorstand des Fachverbandes Pflanzenkohle: „Wo immer Pflanzenkohle zeigen kann, was in ihr steckt, sind die Anwender sofort davon überzeugt.“

Um ihr ganzes Potenzial zu entfalten, muss die Pflanzenkohle vor ihrem Einsatz im Boden mit Nährstoffen gesättigt sein. Das kann zum Beispiel erfolgen, wenn sie Kompost zugesetzt wird. Wird die so „aktivierte“ Pflanzenkohle in den Boden eingebracht, verbessert sie die Bodenstruktur, gibt langsam die gebundenen Nährstoffe ab, speichert Wasser, fördert das Wachstum der Pflanzen, macht sie stabiler gegen Krankheiten und Schädlinge und kann Erträge steigern.

Gleichzeitig schützen die Gärtner mit dem Einsatz von Pflanzenkohle das Klima. Denn während beim Verrotten oder Kompostieren von Pflanzenmaterial der in den Pflanzen enthaltene Kohlenstoff wieder in die Atmosphäre entweicht, wird er durch die Pyrolyse, dem Herstellungsprozess für die Pflanzenkohle, dauerhaft in ihr gebunden.

Pflanzenkohle ist im Handel erhältlich, kann aber auch selbst hergestellt werden. Die Ausgangsstoffe dazu fallen übers Jahr in jedem Garten an: Äste und Zweige aus dem Rückschnitt von Bäumen, Hecken und Sträuchern ebenso wie Grasschnitt. In speziellen Kesseln, sogenannten Kon-Tikis, wird dieses pflanzliche Ausgangsmaterial dann unter großer Hitze und Ausschluss von Sauerstoff verkohlt. Das ist auch in jedem Hobbygarten möglich. „Unser Verband gibt über seine Homepage immer wieder Termine für Veranstaltungen bekannt, bei denen ganz praktisch die Herstellung von Pflanzenkohle gezeigt wird,“ erklärt Dr. Veser weiter. Jetzt gelte es, das unscheinbare Material mit dem großen Potenzial bekannter zu machen, damit in Zukunft viele Gärten grüner wachsen und gleichzeitig mehr Kohlenstoff langfristig gespeichert werden kann.

Pressekontakt:

Dr. Susanne Veser: Tel.: 0 71 52/33 11 09-2 oder E-Mail: Vorstand1@fvpk.de

Video: „Pflanzenkohle – Stand der Forschung“ von Prof. Dr. Bruno Glaser

 

Professor Dr. Bruno Glaser von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eröffnet am 9. November 2018 die Fachtagung „Pflanzenkohle im kommunalen Kontext“ mit seiner Keynote zum Stand der Forschung im Bereich Pflanzenkohle.

Durch den Einsatz von Metaanalysen räumt Professor Glaser mit den Mythen und Falschinformationen über Pflanzenkohle auf und zeigt ein differenziertes, aber klares Bild zu den Vorteilen von Pflanzenkohle.

Der Fachverband Pflanzenkohle e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der klimafreundlichen Herstellung und Anwendung von Pflanzenkohle und veranstaltet jährlich eine Fachtagung.

 

Kamera: Caroline Kray und Benedikt Zimmermann
Schnitt und Ton: Benedikt Zimmermann

 

Über den Fachverband

Der Fachverband bündelt die Interessen von Experten aus Wissenschaft und Praxis, die Pflanzenkohle endgültig aus ihrem Nischendasein führen wollen. Die Mitglieder wollen künftig das Thema Pflanzenkohle als neutrale Instanz einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen.