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Garten-Tipp: Schwarze Pflanzenkohle für grüne Gärten

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Klein, schwarz und unscheinbar – so sieht Pflanzenkohle auf den ersten Blick aus. Aber in ihrem Inneren sorgen eine gewaltige Oberfläche und die poröse Struktur dafür, dass sie ein wirkungsvoller Hilfsstoff ist, um Böden nachhaltig zu verbessern. „Gärtner, die mit Pflanzenkohle arbeiten, sind begeistert von dem vielseitigen Nutzen, den sie in der Praxis erleben,“ berichtet Dr. Susanne Veser, Vorstand des Fachverbandes Pflanzenkohle: „Wo immer Pflanzenkohle zeigen kann, was in ihr steckt, sind die Anwender sofort davon überzeugt.“

Wasser speichern, Böden fruchtbarer machen, Kohlenstoff binden

 

Um ihr ganzes Potenzial zu entfalten, muss die Pflanzenkohle vor ihrem Einsatz im Boden mit Nährstoffen gesättigt sein. Das kann zum Beispiel erfolgen, wenn sie Kompost zugesetzt wird. Wird die so „aktivierte“ Pflanzenkohle in den Boden eingebracht, verbessert sie die Bodenstruktur, gibt langsam die gebundenen Nährstoffe ab, speichert Wasser, fördert das Wachstum der Pflanzen, macht sie stabiler gegen Krankheiten und Schädlinge und kann Erträge steigern.

Gleichzeitig schützen die Gärtner mit dem Einsatz von Pflanzenkohle das Klima. Denn während beim Verrotten oder Kompostieren von Pflanzenmaterial der in den Pflanzen enthaltene Kohlenstoff wieder in die Atmosphäre entweicht, wird er durch die Pyrolyse, dem Herstellungsprozess für die Pflanzenkohle, dauerhaft in ihr gebunden.

Pflanzenkohle ist im Handel erhältlich, kann aber auch selbst hergestellt werden. Die Ausgangsstoffe dazu fallen übers Jahr in jedem Garten an: Äste und Zweige aus dem Rückschnitt von Bäumen, Hecken und Sträuchern ebenso wie Grasschnitt. In speziellen Kesseln, sogenannten Kon-Tikis, wird dieses pflanzliche Ausgangsmaterial dann unter großer Hitze und Ausschluss von Sauerstoff verkohlt. Das ist auch in jedem Hobbygarten möglich. „Unser Verband gibt über seine Homepage immer wieder Termine für Veranstaltungen bekannt, bei denen ganz praktisch die Herstellung von Pflanzenkohle gezeigt wird,“ erklärt Dr. Veser weiter. Jetzt gelte es, das unscheinbare Material mit dem großen Potenzial bekannter zu machen, damit in Zukunft viele Gärten grüner wachsen und gleichzeitig mehr Kohlenstoff langfristig gespeichert werden kann.

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