Koblenz/Leonberg, 13.11.2018

Über 100 Teilnehmer konnte Dr. Susanne Veser, Vorstand des erst im vergangenen Jahr gegründeten Fachverbandes Pflanzenkohle am Freitag in Koblenz zur zweiten Fachtagung begrüßen. Schwerpunkt der diesjährigen Tagung war der Einsatz der Pflanzenkohle mit ihren vielen positiven Eigenschaften in Städten und Gemeinden.

„Das Interesse an unserem Thema zeigt, dass es vielen Menschen unter den Nägeln brennt, einen Stoff, der Wasser reinigen kann, Böden belebt und saniert, und dem Klimawandel entgegenwirkt, bekannter zu machen und zur breiteren Anwendung zu bringen,“ freut sich Dr. Veser über die breite Resonanz. „Die Tagung bestätigt einmal mehr, dass Bedenken gegenüber Pflanzenkohle bereits mehrfach in Praxis und Forschung widerlegt wurden“, stellt sie zusammenfassend fest.

Den Auftakt der hochkarätigen Redner machte einer der Pioniere der Pflanzenkohle, Prof. Bruno Glaser von der Universität Halle-Wittenberg, der bereits seit 20 Jahren mit dem Material forscht und den aktuellen Stand der Forschung präsentierte. Björn Embrén und Mattias Gustafsson vom weltweiten Vorzeigeprojekt „Stockholm Biochar Project“ berichteten, wie durch Pflanzenkohle Bäume im städtischen Raum vitaler werden und so selbst auf extreme heiße Sommer vorbereitet sind. Im Stockholmer System wird zudem Regenwasser – gerade auch bei Starkregen – dezentral behandelt und versickert.

Ilmo Kolehmainen aus Finnland beschrieb seine positiven Erfahrungen in der Behandlung von Regenwasser mit Pflanzenkohle. Weitere Vorträge stellten den anwesenden Wissenschaftlern, Anwendern, Herstellern und Vertreibern des ökologischen Rohstoffs vor, wie Pflanzenkohle in Kläranlagen wirken kann, und teilten ihre Erfahrungen bei der Herstellung von Pflanzenkohle aus kommunalem Grünschnitt. Eindrucksvoll berichtete Prof. Claudia Kamann von der Hochschule Geisenheim abschließend über den Beitrag von Pflanzenkohle zur lokalen CO2-Kompensation auf dem Hochschulgelände und zeigte auf, dass Pflanzenkohle einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens („2°-Ziel“) leisten kann.

Das ökologische Multitalent Pflanzenkohle entsteht durch thermische Karbonisierung von Biomasse wie unbehandeltem Holz, Hecken-, Grün- oder Grasschnitt. Der in den Pflanzen enthaltene Kohlenstoff wird bei diesem Verfahren in der Pflanzenkohle gebunden und dem CO2-Kreislauf langfristig entzogen. In großem Stil eingesetzt, ist das natürliche Material dadurch ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den Klimawandel.

Pressekontakt:

Dr. Susanne Veser: Tel.: 0 71 52/33 11 09-2 oder E-Mail: Vorstand1@fvpk.de

Pressemitteilung – Grünere Städte, sauberes Wasser und besseres Klima: 2. Fachtagung findet großes Echo